Ministerpräsidentin Malu Dreyer informiert sich über aktuelle Forschungs- und Leitthemen vom Fraunhofer IESE

Am Mittwoch, dem 07. August 2013 besuchte Ministerpräsidentin Malu Dreyer die Stadt Kaiserslautern und war anschließend zu Gast im Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE. Dabei wurde auch die Arbeit der Transferstelle für den Softwarecluster Rheinland-Pfalz präsentiert, die sich hauptsächlich dem Technologietransfer in kleine und mittlere Unternehmen in Rheinland-Pfalz widmet.

Presseinformation 12.8.2013

Am Mittwoch, dem 07. August 2013 besuchte Ministerpräsidentin Malu Dreyer die Stadt Kaiserslautern und war anschließend zu Gast im Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE. Dabei zeigte sie großes Interesse an den aktuellen Forschungs- und Leitprojekten und war über die gelungene Entwicklung der Stadt Kaiserslautern zum florierenden Technologie-Standort sehr erfreut.

Lange Jahre als produktionsorientierte Industrieregion bekannt, haben sich Stadt und Region innerhalb der letzten zwei Jahrzehnte einem Wandel unterzogen. Heute gilt Kaiserslautern als „Primus in der Provinz“, wie vor kurzem die Wirtschaftswoche (Ausgabe Nr. 15, 08.04.2013, S. 100-105) titulierte, und steht für wissenschaftliche Expertise, Spitzentechnologie und Innovationskraft.

v.l.n.r.: Dr. Klaus Weichel, Oberbürgermeister der Stadt Kaiserslautern; Malu Dreyer, Ministerpräsidentin des Landes Rheinland-Pfalz; Prof. Dr. Dieter Rombach, Fraunhofer IESE; Prof. Dr. Helmut J. Schmidt, TU Kaiserslautern © Fraunhofer IESEGerade kleine und mittlere Unternehmen (KMU) stehen heutzutage immer stärker vor der Herausforderung, mit dem Tempo globalisierender Märkte Schritt halten zu müssen. In immer kürzerer Zeit werden immer häufiger neue Ideen eingefordert. Somit ist der unmittelbare Zugriff auf neueste Forschungsergebnisse und Produktinnovationen unabdingbar. Unterstützung auf dem Gebiet der Softwaretechnik bietet hierbei das erfolgreiche Kooperationsmodel des „Joint Research & Development Lab“. Mithilfe modernster Entwicklungsmethoden entwickeln Mitarbeiter von Insiders Technologies aus Kaiserslautern und Wissenschaftler des Fraunhofer IESE gemeinsam innovative Produkte. Methodenkompetenz und Produktkompetenz treffen hierbei aufeinander. Der Erfolg spricht für sich: Innovationsprozesse beschleunigen sich, die globale Wettbewerbsfähigkeit von KMU wird gesichert und die Entwicklung von Produkten erfolgt praxisnah, effizient und ohne langwierige und zeitraubende Zwischenschritte. Ein Ergebnis dieser Kooperationsform ist die smart PKV APP. Mit dieser intelligenten Smartphone-App können Versicherungsnehmer ihre medizinischen Leistungsbelege in Zukunft einfach abfotografieren und direkt elektronisch bei ihrer privaten Krankenversicherung einreichen und so den zeitintensiven Bearbeitungsprozess beschleunigen.

Daneben wurden vom Fraunhofer IESE auch wichtige gesellschaftliche Themen, wie Gesundheit und Energie, angesprochen. Anschauliche Beispiele für eine gelungene Zusammenarbeit von Forschung und Praxis lieferte unter anderem die Vorstellung des „Zentralen Landesweiten Behandlungskapazitätsnachweises Rheinland-Pfalz“ (ZLB) und des Projektes „SUSI TD“, welches die Ministerpräsidentin bereits in ihrer Tätigkeit als Sozialministerin unterstützte. Das Projekt SUSI TD erprobt ein spezielles Angebot für ältere Menschen, das ihnen mithilfe von unauffälligen intelligenten Assistenz- und Unterstützungssystemen (AAL) die Möglichkeit gibt, möglichst lange selbstständig ihren Alltag bewältigen zu können. 

Beim Thema Energieversorgung werden erneuerbare Energien immer wichtiger. Es zeigt sich schon jetzt, dass die Energiewende eine massive Umstrukturierung der Energiewirtschaft zur Folge haben wird und strukturelle Maßnahmen und intelligentes Energiemanagement gefragt sind. Hierbei wird vor allem Software eine zentrale Rolle spielen.

Vom Fortschritt der Forschungsprojekte sowie von dem breiten Spektrum, das das Fraunhofer IESE abdeckt, zeigte sich die Ministerpräsidentin tief beeindruckt. Der gelungene Technologietransfer wissenschaftlicher Methoden in die industrielle Praxis, der unmittelbar zur Stärkung des Wissenschafts- und Technologiestandortes Kaiserslautern und somit auch des Landes Rheinland-Pfalz beigetragen hat, habe sie in besonderem Maße gefreut. Sie versprach, den Standort Kaiserslautern auch weiterhin zu unterstützen und zeigte sich fest davon überzeugt, dass die Region angesichts einer solchen Fülle an guten Ideen seiner Zukunft nur positiv entgegenblicken kann.